Ausbringmenge und Viskosität

Die Durchflussmenge ist abhängig von der Düsengröße. Aber auch von der Viskosität der Flüssigkeit. Viskosität (= Zähflüssigkeit)
Je größer die Viskosität, desto dickflüssiger, d.h. weniger fließfähig ist die Wirkstoffmischung.

 

Beispiel:

Wasser hat bei einer Temperatur von 20°C eine Viskosität von 1.0 (in mPa s) jedoch bei 25°C nur noch 0,891

Zum Vergleich dazu

  • Ethanol 1,19
  • Glycerin 86,5% ca. 6
  • Propylenglycol ca. 60
  • Weißöl ca. 16
  • Parafinöl 1010 bis 1013
  • Petroleum 0,65
  • Kerosin ca. 1 - 2
  • Diesel 2 - 3

 

Die Wahl der Düsengröße ist ausschlaggebend für die Durchflussmenge. Dabei beziehen sich sämtliche Durchflussraten pro Düsengröße auf die Ausbringung von Wasser als Referenzwert.

Wässrige Lösungen sollten mit kleineren Düsen appliziert werden, da sonst die erzeugten Tröpfchen zu groß sind, was zu einem Niederschlag unmittelbar vor dem Gerät führt bzw. keine ausreichende Eindringtiefe und Verteilung der Wirkstoffmischung erzielt werden kann.

Ölige Präparate können aufgrund deren Viskosität mit größeren Dosierdüsen ausgebracht werden. Die Ausbringmenge erhöht sich wesentlich.

Dickflüssige Präparate bzw. Mischungen, z.B. bei Suspensionskonzentraten (SC) - was eine stabile Suspension von festen Wirkstoffen in Wasser darstellt sowie Spritzpulver (WP), sollten nicht mit zu kleinen Dosierdüsen appliziert werden, da diese verstopfen können. Oft genügt es, die Mischung besser zu verdünnen. Dazu kann zusätzlich mit Trägerstoff gearbeitet werden. Sehr zum Vorteil sind Mischersysteme (lieferbar bei elektrischen ULV Aerosol Generatoren)
Die Viskosität der Flüssigkeit bzw. Eigenschaft der Präparate, die Ausbringmenge bzw. Düsengröße, haben einen direkten Einfluss auf das Tröpfchenspektrum.

 

Thermalnebelgeräte

Wasserbasierende Wirkstofflösungen