FliegenFliegen spielen weltweit eine große Rolle als Hygieneschädlinge. Am bekanntesten ist die "Große Stubenfliege" (Musca Domestica), gefolgt von der "Kleinen Stubenfliege" (Fannia canicularis), den Fruchtfliegen (Drosophila spp.) und dem Wadenstecher (Stomoxys calcitrans).
Die große Stubenfliege, ein typischer kosmopolitischer Hygieneschädling, folgt dem Menschen von ihrem Ursprungsgebiet um den gesamten Erdball bis in die gemäßigten Zonen. Sie siedelt sich überall dort an, wo ihr verrottende organische Abfälle, Exkremente von Säugetieren und dergleichen ausreichend Lebensbedingungen bieten. Neben Müllhalden und Abfallbehältern in Großküchen, stellen Viehhaltungsbetriebe ideale Entwicklungsmöglichkeiten dar.
Die Stubenfliege schädigt Mensch und Tier nicht direkt. Bei reichhaltigem Nahrungsangebot und aufgrund der schnellen Generationsfolge neigt die Fliege allerdings zu Massenvermehrung und wird damit äußerst lästig. Zudem wurden in Stubenfliegen bisher ca. 100 Pathogene nachgewiesen. Die Gefahr der Krankheitsübertragung durch Fliegen, besonders durch Kontamination von Nahrungsmittel, dürfen daher nicht unterschätzt werden. Die Stubenfliege ist Überträger von Infektionskrankheiten, wie z.B. Thyphus, Cholera, Salmonellosen, Kinderlähmung, Maul- und Klauenseuche.
Blutsaugende Fliegenarten sind besonders in wärmeren Gebieten von großer Bedeutung als Vektoren von Krankheiten. Das bekannteste Beispiel ist die Schalfkrankheit (Trypanosomiasis), die von der Tstse-Fliege (Glossina spp.) übertragen wird.
Der Wadenstecher oder Stechfliege, unterscheidet sich von der Großen Stubenfliege im wesentlichen dadurch, dass er aufgrund einer ektoparasitischen Lebensweise (saugen Blut) an Säugetiere gebunden ist (vorwiegend Rinder und Pferde). Diese Quälgeister sind dafür verantwortlich, dass die Milch- und Mastleistung beeinträchtigt wird. Außerdem übertragen sie gefährliche Krankheitskeime, z.B. Milzbrand, Ruhr, infektiöse Anämie. Sie sind auch die Zwischenwirte verschiedener Geflügelbandwürmer. Mücken (Mosquitoes)...zählen zur Gruppe der Gesundheitsschädlinge. Hierunter werden insbesondere alle Blutsaugende Schädlinge gezählt. Außerdem werden die Schädlinge dazugerechnet, welche durch Stiche, Bisse usw. dem Menschen Schmerzen zufügen. Diese Gesundheitsschädlinge übertragen verschiedene Krankheitserreger, d.h. sie besitzen Vektoreigenschaft (Vektro = Überträger). Sie übertragen Krankheiten durch einzellige Plasmodien (Malaria), durch Parasiten (Filariose) oder durch Viren (Gelbfieder, Dengue-Fieber, West-Nil-Fieber, Rift-Valley-Fieber, Blauzungenkrankheit etc.) oder Bakterien (Tularämie). Die Mücken gehören somit in den wärmeren Regionen zu den wichtigsten Vektoren, spielen aber auch in gemäßigten Breiten durchaus eine Rolle als Krankheitsüberträger (z.B. Sommergrippe).
Ein wirksamer Schutz gegen die von Mücken übertragenden Krankheiten kann nur durch die Kombination verschiedener Bekämpfungssysteme und die Beseitigung von Brutstätten erreicht werden.
Mücken der Gattung Aedes übertragen Dengue und Gelbfieber. Das Denguevirus (ein Flavivirus) ist weltweit verbreitet und verursacht die häufigste Arboviruserkrankung des Menschen (30 - 50 Millionen Erkrankungen pro Jahr). In Deutschland werden die meisten Infektionen aus Südostasien, besonders Thailand, eingeschleppt. (Arbovirosen = Arthropod-borne viruses).
Verschiedene CULEX-Arten übertragen das West-Nil-Fieber. Dieser Flavivirus wird auch durch die Aedes übertragen.
CULEX spp. ist der Überträger der japanischen Enzephalitis. AEDES aegypti aber auch andere Mosquitos dienen als Vektor für Chikungunya-Fieber.
Die MALARIA ist eine weitere durch Mücken übertragene Krankheit. Die als Malaria-Vektor fungierende Gattung ist die Anopheles und enthält mehr als 40 Arten. Nach Angaben der WHO sterben jährlich über 1 Mio. Menschen an den Folgen der Malaria. Über 300 Mio. Menschen erkranken jährlich.
Die ANOPHELES ist dämmerungs- und nachtaktiv, bevorzugt in den Subtropen und Tropen verbreitet. Die Eiablage erfolgt je nach Spezies in sauerstoffreichen, langsam fließenden, aber auch in temporären, stehenden Gewässern.
Die Verbreitung der Vektoren (Aedes und Culex) wird durch die Lebensbedingungen der Menschen zunehmend begünstigt. Verstopfte Dachrinnen, Regentonne, alte Autoreifen und sonstige Behälter, die zeitweilig mit Wasser gefüllt sind, bieten diesen Mückenarten, deren Larven sich in kleinen stehenden Gewässern entwickeln, ideale Möglichkeiten.
Überträger der Leishmaniosen, ist die Sandmücke (Phlebotomen). In unseren Breiten werden die Leishmaniosen als tropenmedizinische Infektionskrankheiten angesehen und als reisemedizinisches Problem betrachtet. Jedoch wird nicht berücksichtigt, daß Leishmaniosen auch im Mittelmeerraum vorkommen, und daß bereits Sandmücken auch in Deutschland entdeckt wurden. Mit der steigenden Zahl von Reisenden in Endemiegebiete steigt auch in Deutschland die Zahl der importierten Leishmaniosen.
Weltweit sind ca. 12 Millionen Menschen mit Leishmanien infiziert. Etwa 350 Millionen Menschen leben mit dem täglichen Risiko, sich durch einen infektiösen Sandmückenstich mit den Parasiten zu infizieren. Gesundheits-/Hygieneschädlinge, Lästlinge Ameisen (Haus- und Wegameisen, Pharao-Ameisen u.a.) Bettwanzen Fliegen (Essig-, Schmeiß, Stubenfliegen u.a.) Flöhe (Katzen-, Hunde-, Menschen, Vogel-Flöhe u.a.) Heimchen (Grillen) Käfer (viele Arten) Läuse (Kopf-, Kleider, Filzläuse) Milben (Hausstaub-, Rite Vogelmilbe u.a.) Mücken (Stech-, Hausmücken u.a.) Schaben Silberfischchen Taubenzecken Wespen Vorratsschädlinge Brotkäfer Diebskäfer (div. Arten) Erdnussplattkäfer Getreidekapuziner Getreideplattkäfer Mehlkäfer Reiskäfer Reismehlkäfer Saftkäfer Samenkäfer (div. Arten) Schinkenkäfer Speckkäfer Speisebohnenkäfer Tabakkäfer Dörrobstkäfer Feigenmotte Getreidemotte Kornmotte Mehlmotte Reismotte Rosinenmotte Samenmotte Samenzünsler Speichermotte (Tabak, Heu- oder Kakaomotte) Tropische Speichermotte (Dattelmotte) Milben (div. Arten) Materialschädlinge Kabinettkäfer Kugelkäfer Messingkäfer Pelzkäfer Speckkäfer (div. Arten) Teppichkäfer Fellmotte Kleidermotte Kleistermotte Pelzmotte Silberfischchen Schaben Staubläuse
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