Bekämpfungsmethoden

Die Wahl bestimmter Bekämpfungsmethoden richtet sich nach Schädlingsart, Raumgröße, Raumnutzung und Verbreitungsgebiet. Dabei unterscheidet man zwischen aktiver und passiver Vorgehensweise, wobei grundsätzlich gilt: Je gezielter Biozide eingesetzt werden, desto geringer sind Mittelaufwand und evtl. Belastung für Mensch, Tier und Umwelt.

Ein schnell sichtbares Ergebnis erzielt man mit der aktiven Methode, bei der das Biozid beispielsweise durch Vernebeln, Sprühen oder Spritzen direkt zum Schädling gebracht wird. Bei der passiven Methode steht die dauerhafte Wirkung im Vordergrund. Da hier der Schädling zum Biozid , z.B. Flächenbelag, Streumittel, Fallen, Köder, kommen muß, stellt sich der Erfolg i.d.R. erst nach einiger Zeit ein.

Um die Vorteile beider Anwendungsweisen zu nutzen, können diese kombiniert werden, z.B. bringt man zuerst eine Barriere-Spritzung mit einem dauerwirksamen Biozid an und vernebelt anschließend einen Wirkstoff mit Austriebeffekt (beispielsweise Pyrethrum).

Mehr denn je wird heute in der Schädlingsbekämpfung die Frage nach der Unbedenklichkeit gestellt. Die optimale Abstimmung von größtmöglichem Nutzen und kleinstmöglichem Risiko stellt uns vor ständig neue Herausforderungen, denen wir uns mit nutzbringenden Innovationen stellen.


Schädlingsbekämpfung in großen Räumen:

Um Betriebsabläufe nicht zu behindern und hohe Kosten durch Produktionsausfälle zu vermeiden, kann in Großräumen von Wirtschaftsbetrieben oft nur außerhalb der Arbeitszeiten oder an Wochenenden eine Schädlingsbekämpfung durchgeführt werden. Selbst dann stehen nur wenige Stunden zur Verfügung, deshalb ist hier eine besonders wirksame und einfach zu handhabende Technik gefordert die Vernebelungstechnik.




ULV Kaltnebelgeräte in der Schädlingsbekämpfung

Die schnelle Vermehrung von Schadinsekten erfordert sofortige Maßnahmen. Nur wenn die Bekämpfung vor der Kopulation und/oder Eiablage der entsprechenden Arten erfolgt, ist es möglich, den Entwicklungszyklus zu durchbrechen und den Befall wirkungsvoll zu beseitigen. Um einer Neuansiedelung vorzubeugen, ist es außerdem unerläßlich, das verwendete Präparat bis in die kleinsten Schlupfwinkel versteckter Insekten auszubringen.

Hierbei bietet sich besonders die Vernebelung im ULV-Verfahren an. Mit unseren speziellen ULV Aerosolgeneratoren wird die Wirkstofflösung zu sog. Aerosolen zerstäubt. So nennt man Nebel, deren Tröpfchen kleiner als 50 Micrometer sind (zum Vergleich - ein menschliches Haar ist etwa 100 Micrometer stark). Dabei ist der Zerstäubungsgrad von entscheidender Bedeutung. Jeder Nebel ist polydispers, besteht also aus Partikeln unterschiedlicher Größe. Beim ULV-Verfahren ist das Tröpfchenspektrum relativ eng. Bei IGEBA ULV Aerosol Generatoren sind 90% aller Tröpfchen unter 27,9 Micrometer bei einer Ausbringmenge von 10 l/h durch eine Düse (Wasser) bzw. unter 36,4 Micormeter bei einer Ausbringmenge von 20 l/h durch zwei Düsen (Wasser). Gewöhnliche Spritzgeräte produzieren dagegen Tropfen von ca. 600 Micrometern.

In der Praxis, entstehen auf diese Weise z.B. aus 1 Gramm des Insektizides "Detmolin" (808-Biozide, Frowein GmbH und Co.KG) über 250 Millionen Aerosolpartikel. Es schießen also pro Sekunde Milliarden insektizider Nebeltröpfchen in den Raum, welche durch den starken Luftstrom transportiert, im Raum verteilt werden und tief in sämtliche Ritzen, wo sich Insekten aufhalten könnten, vordringen.

Die ultrafeinen Tröpfchen bleiben im Raum stehen und ermöglichen die Aufnahme des Wirkstoffes durch die Insekten, entweder durch Kontakt oder, wie z.B. bei Dichlorvos, durch die Atmung. Dichlorvos wird aufgrund seines hohen Dampfdrucks bereits während der Vernebelung in die Gasphase überführt, um so von den Insekten über die Atemwege resorbiert zu werden.

Der Aufwand beim ULV-Verfahren ist gering. Vor der Vernebelung müssen Fenster, Türen usw. geschlossen sowie Klima- und Belüftungseinrichtungen abgestellt werden. Die Vernebelung erfolgt je nach räumlichen Gegebenheiten und Präparat von einem Punkt aus oder mobil. Dabei können Befallsschwerpunkte aus kurzer Distanz behandelt werden. Nach 4-6 Stunden können die Räume gelüftet bzw. Klimaanlagen wieder angestellt werden.

Bei der Anwendung sind die in den Produktinformationen genannten und den BVL-Zulassungsbestimmungen entsprechenden Dosierungen zu beachten. Es handelt sich hierbei um Maximaldosierungen, welche den anvisierten Bekämpfungserfolg auch bei widrigen Verhältnissen gewährleisten. Je nach Schädlingsart, -alter, -stadium, -anzahl, Ausdehnung des Befalls, Raumart, -nutzung, -klima, -beschaffenheit, Häufigkeit der Maßnahmen usw. sind erfahrungsgemäß jedoch oft wesentlich geringere Mengen ausreichend.


Wirksamer Einsatz von Nebelgeräten in der Vektorenkontrolle

ActionThermalnebelgeräte werden bevorzugt eingesetzt um fliegende Vektoren zu bekämpfen. Dabei gewinnt der Einsatz umweltschonender Technik in der Vektorenkontrolle angesichts aktueller Umweltproblematik immer mehr an Bedeutung. Mit geringster Aufwandmenge pro Fläche trägt IGEBA-Nebeltechnik zur Vermeindung von Umweltschäden bei.

IGEBA Thermalnebelgeräte können sowohl in Innenräumen als auch im Freiland zur Erzeugung eines dichten insektiziden Nebels eingesetzt werden, der mit dem richtigen Wirkstoff eine Sofortwirkung (Knock-Down-Effekt) herbeiführt und sowohl fliegende als auch kriechende Insekten abtötet. Bei geeigneter Witterungsbedingung durchzieht der Nebel im Freiland ein befallenes Gebiet in sehr kurzer Zeit. Durch die geringe Aufwandmenge wird die Umweltbelastung minimiert, ohne die hohe Wirksamkeit der eingesetzten Mittel zu beeinflussen.

Die sehr große Zahl von feinen Tröpfchen die durch die Thermalvernebelungsmethode erzeugt werden erzeugen einen dichten und sichtbaren Nebel, was die Beobachtung und Gründlichkeit der Behandlung erleichtert.

ActionIn der Vektorenkontrolle werden tragbare und fahrzeugmontierte Thermalnebelgeräte eingesetzt. Fahrzeugmontierte Thermalnebelgeräte sind optimalerweise mit Fernbedienungen ausgestattet, damit das Gerät von der Fahrerkabine aus gesteuert werden kann und somit die Applikation wesentlich vereinfacht. Bei Berücksichtigung der Windrichtung und Windstärke sowie der Fahrgeschwindigkeit, wird über die zu behandelnde Fläche effektiv gegen fliegende Insekten, rückstandfrei genebelt.

Tragbare Thermalnebelgeräte werden oft dort eingesetzt, um individuellere Behandlungen durchführen zu können bzw. dort, wo die Zufahrtsmöglichkeiten für Fahrzeuge beschränkt sind. Ebenso werden tragbare Thermalnebelgeräte in Innenräumen eingesetzt.  IGEBA TF-34 ist ein speziell für diese Zwecke konzipiertes Gerät.

Diese Methode ist nicht nur dazu geeignet fliegende Vektoren zu bekämpfen, d.h. durch Kontakt mit den Tröpfchen, sondern wird auch mit geeigneten Insektiziden angewandt, um einen effektiven Austriebseffekt zu erzielen.