Keimhemmung Gesetzliche Richtschnur für den Vorratsschutz ist das Pflanzenschutzgesetz, d.h. erlaubt sind Präparate, die vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zugelassen sind. Deren amtliche Überprüfung ist obligatorisch sowohl für den Vertrieb als auch für die Anwendung.
Die Sicherheit steht heutzutage sowohl beim Gesetzgeber als auch bei Herstellern und Verbrauchern im Vordergrund. Neben maximaler Wirksamkeit ist bei den einzusetzenden Chemikalien größtmögliche Unbedenklichkeit gefragt. Des weiteren sollten Betriebsabläufe nicht wesentlich beeinträchtigt werden. Häufig stehen für notwendige Schutzmaßnahmen nur die Zeit nach Arbeitsschluß oder das Wochenende zur Verfügung und selbst dann nur wenige Stunden. Durch seinen hohen Wirkungsgrad und die einfache Handhabung ist das Nebelverfahren für diese besonderen Anforderungen besonders geeignet. Durch das feine Tröpfchenbild wird eine schnelle und optimale Verteilung der eingesetzten Mittel gewährleistet, vorteilhaft auch bei großen, hohen Räumen sowie schwer zugänglichen Stellen.
Vernebelung von Keimhemmungsmittel mit Thermalnebelgeräten Für die chemische Keimhemmung ist derzeit der Wirkstoff Chlorpropham zugelassen. Aus dieser Grundlage sind z.B. Produkte Mito FOG, GRO-STOP FOG und Neo Stop L500 erhältlich und sind bereits gebrauchsfertig formuliert. Diese Keimhemmungspräparate wurden eigens für die Thermalvernebelung (Heißvernebelung) konzipiert, unter Beachtung einer guten Schwebefähigkeit der Tröpfchen und einer gleichmäßigen Verteilung im Kartoffellager, sowie auf der einzelnen Kartoffel.
Diese Präparate werden im gefüllten und geschlossenen Kartoffellager angewandt und in minimalen Aufwandmengen ausgebracht.
50 Tonnen Kartoffeln können mit 1 Liter Keimhemmungsmittel vorbeugend gegen das Keimen behandelt werden.
2 - 3 Wochen nach der Einlagerung werden mit Thermalnebelgeräten gebrauchsfertige Keimhemmungspräparate ausgebracht.
Das Thermalnebelgerät (Heißnebelgerät) erzeugt einen schwebenden Nebel der aus sehr feinen Tröpfchen besteht (Aerosole). Diese Tröpfchen werden in den schnellen Umluftstrom in das Kartoffellager eingebracht. Diese Tröpfchen von ca. 10 - 40 Micrometer erziehlen einen effektiven Wirkungs- und Benetzungsgrad bei geringer Aufwandmenge. Bei IGEBA Thermalnebelgerät gibt es keine mechanisch bewegten Teile, deshalb tritt kaum Verschleiß auf. Die notwendige Zündenergie für den Startvorgang wird über handelsübliche Taschenlampenbatterien erzeugt.
Für die Ausbringmengen sind die Flüssigkeitseigenschaften der Präparate maßgeblich. Die Ausbringmenge und das Tröpfchenspektrum wird durch die Düsengröße beeinflusst. Je kleiner die Düse, desto kleiner die Tröpfchen. Folgende Werte stellen Richtwerte dar und beziehen sich auf Wasser:
IGEBA TF-35 | Düse 0.8 - 1.0 | 8 - 15 l/h | IGEBA TF-95 HD | Düse 1.6 - 5.5 | 30 - 55 l/h |
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