Desinfektion im Humanbereich

avian influenzaWo immer Menschen zusammenkommen, treffen auch die verschiedensten Keime aufeinander. Jeder Mensch trägt Keime in und an sich, die über verschiedene Wege (Tröpfcheninfektion/Schmierinfektion) übertragen werden können. Im Allgemeinen stellt dies bei gesunden Personen kein besonderes Risiko dar. Ist der Körper jedoch bereits durch andere Einflüsse geschwächt oder handelt es sich um ältere Menschen bzw. Kinder, kann selbst eine an sich harmlose Ansteckung erhebliche gesundheitliche Beeinträchtigungen nach sich ziehen.Schwere Infektionskrankheiten können sich dabei in rasender Geschwindigkeit ausbreiten. Immer wieder beherrschen Berichte über Epidemien oder Pandemien, verursacht z.B. durch verschiedene Influenza-, SARS- oder Vogelgrippeerreger, die Medien.

SARSUm so wichtiger ist also ein effektives Hygienemanagement in allen Bereichen, in denen ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht. Hierzu gehören Plätze, an denen tagtäglich viele verschiedene Menschen anzutreffen sind (z.B. öffentliches Verkehrswesen), an denen mit Lebensmitteln gearbeitet wird (z.B. Restaurants, Großküchen) und insbesondere die Orte, wo sich besonders gefährdete Personengruppen aufhalten (z.B. Krankenhäuser, Altenheime, Schulen/Kindergärten). Ein weiterer hygienesensibler Bereich ist außerdem das Bestattungswesen.

H5N1Die Art der vorzunehmenden Desinfektion richtet sich nach dem Übertragungsweg der zu bekämpfenden Erreger. Während Keime, die sich über den Kontakt mit infizierten Personen bzw. über kontaminierte Flächen verbreiten (Schmierinfektion) meist durch gründliche Desinfektion der Hände und Flächen in Schach gehalten werden können, ist bei Erregern, die über die Luft übertragen werden (Tröpfcheninfektion) oder bei besonders sensiblen Räumen, wie z.B. Operationssälen eine weitergehende Behandlung erforderlich. Die Vernebelungstechnik bietet hierbei eine effektive Möglichkeit sowohl Raumluft als auch Flächen zu desinfizieren. Hierbei wird die eingesetzte Flüssigkeit in kleinste Tröpfchen zerteilt und füllt den ganzen Raum mit Desinfektionslösung. So werden auch schwer zugängliche Stellen erreicht. Das Präparat kann seine maximale Wirksamkeit entfalten, da der Nebel im Raum stehenbleibt und sich erst langsam absetzt. Je nach räumlichen Voraussetzungen und Art des Desinfektionsmittels können IGEBA Kaltnebelgeräte (ULV Aerosol Generatoren), z.B. Nebulo als auch Thermalnebelgeräte, z.B. das IGEBA TF 35, eingesetzt werden.

Wasserbasierende Wirkstofflösungen

Die Vernebelung von Mischungen auf Wasserbasis unterscheidet sich gegenüber öligen Lösungen hinsichtlich Tröpfchengröße und -spektrum. Bei in Wasser gelösten Präparaten wird ein feuchter Nebel erzeugt, dessen Tröpfchen deutlich größer sind als MVD 10 micrometer (MVD = Mittlerer Volumetrischer Durchmesser). So ist dieser Nebel zwar weniger sichtbar, die Wirksamkeit der eingesetzten Mittel bleibt davon jedoch unbeeinflußt.

Durch Verwendung kleinerer Dosierdüsen am Gerät wird die benötigte Ausbringmenge reduziert und kleinere Tröpfchen produziert.

Der Anteil der kleinen Tröpfchen im breiteren Tröpfchenspektrum des feuchten Nebels kann bei IGEBA Thermalnebelgeräten durch Einsatz eines Spezialnebelrohrs erhöht werden. Außerdem optimiert die Zugabe von speziellen Trägerstoffen, wie z.B. IGEBA NEBOL das Tröpfchenbild und wirkt sich vorteilhaft auf Schwebefähigkeit, Beständigkeit und Sichtbarkeit der Tröpfchen aus.

Besondere Anforderungen an die Applikationstechnik stellen Desinfektionsmittel aus organischen Säuren. IGEBA Nebelgeräte sind deshalb auch in säurefester Ausführung erhältlich.